Ausbildung Notfallsanitäter*in

Die Bewerbungsfrist für einen Ausbildungsbeginn in 2023 endet am 31.01.2023.

Das Berufsbild des*der Notfallsanitäter*in (NotSan) ist aus dem Rettungsdienst nicht mehr wegzudenken und bildet einen wichtigen Baustein in der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung.

Die Berufsausbildung zum*zur Notfallsanitäter*in löste 2014 die vorherige Ausbildung zum*zur Rettungsassistent*in ab und schuf somit ein komplett neues Berufsbild unter den Gesundheitsfachberufen.

Im Oktober 2016 begannen wir als Rettungsdienst Teltow-Fläming mit der 3-jährigen Vollzeitausbildung von NotSan-Azubis.

Ausbildung zum Notfallsanitäter*in

Als Notfallsanitäter*in ist es Deine Aufgabe in Notfallsituationen pflichtbewusst und eigenständig rettungsdienstliche Einsätze abzuarbeiten und die Betroffenen bis zum Eintreffen des*der Notarztes*Notärztin oder bis zum Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung, zu versorgen, zu überwachen und selbstständig Therapiemaßnahmen einzuleiten. Abseits davon erledigst Du außerdem verschiedene Aufgaben auf der Rettungswache.

Voraussetzungen zum Beginn der Ausbildung sind…

  • die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs,
  • ein mittlerer Schulabschluss oder eine andere gleichwertige Schulausbildung

oder

  • eine nach einem Hauptschulabschluss oder einer gleichwertigen Schulbildung erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer

Als zukünftige*r Notfallsanitäter*in wirst Du auf einem Rettungsmittel zusammen mit anderen Notfallsanitäter*innen, Rettungsassistent*innen, Rettungssanitäter*innen oder Notärzt*innen tätig sein. Mit ihnen bewältigst Du die verschiedensten Einsätze gemeinsam, weswegen Teamfähigkeit im Arbeitsalltag von besonderer Bedeutung ist.

Im Einsatzgeschehen kannst Du mit Deinen Kolleg*innen auf Betroffene treffen, die sich hinsichtlich ihres Alters, ihrer Religion, ihrer Muttersprache oder anderen Merkmalen unterscheiden. Dies erfordert eine gute und angepasste Kommunikationsfähigkeit sowie ein hohes Maß an Empathie.

Da kein Einsatz dem anderen gleicht und sich eine Einsatzlage innerhalb kürzester Zeit schlagartig ändern kann, ist neben einer zuverlässigen Arbeitsweise ein schnelles Umdenken von großer Bedeutung.

Die Einsätze können Dir einiges abverlangen. Daher ist es von Vorteil, wenn Du psychisch und physisch belastbar bist.

Die wichtigsten Eigenschaften für die Ausübung des Berufes sollten jedoch jederzeit die stetige Motivation, Lernbereitschaft und der Spaß an der Arbeit sein.

Die Ausbildung setzt sich neben den Präsenzzeiten in der Berufsschule aus Praktika auf der Rettungswache und im Krankenhaus zusammen.

Die Stundenansätze sind über die 3 Jahre wie folgt aufgeteilt:

Berufsschule:                       1920  Stunden

Rettungswachenpraktika:    1960  Stunden

Krankenhauspraktika:          720    Stunden

Im Rahmen der theoretischen Unterrichtsvermittlung, welche durch eine Rettungsdienstschule durchgeführt wird, lernen angehende Notfallsanitäter*innen beispielsweise im Rahmen des Anatomie- und Physiologieunterrichts wie der menschliche Körper aufgebaut ist und wie er funktioniert.

Des Weiteren bildet die Krankheitslehre mit der dazugehörigen Diagnostik und Therapie verschiedenster Krankheitsbilder eine der wichtigsten Bausteine der schulischen Ausbildung.

Außerdem sind rechtliche Grundlagen, das Qualitätsmanagement, aber auch das Erlernen diverser Kommunikations-, Interaktions- und Einsatztechniken ein Teil der Berufsschulbildung.

Während der Praktika auf der Rettungswache wirst Du hauptsächlich auf einer unserer vier Lehrrettungswachen (Ludwigsfelde, Zossen, Luckenwalde, Jüterbog) eingesetzt. Diese werden dabei von mehreren Nebenstandorten unterstützt.

Hier wirst Du über die 3 Jahre von motivierten Praxisanleiter*innen während des Wachenalltags und im Einsatzgeschehen begleitet und ausgebildet. Mit ihnen finden darüber hinaus regelmäßig sogenannte Praxistage statt. Dies sind Übungstage, an denen Dein bestehendes Wissen gefestigt werden soll und Neues dazu gelernt werden kann.

Ab dem ersten Praktikum fährst Du zunächst als dritte Person auf einem Rettungswagen mit und kannst somit alle auf Dich zukommenden Einsätze direkt vom Einsatzalarm bis zur Übergabe im Krankenhaus begleiten.

Zum Einsatzalltag gehört jedoch nicht nur die Behandlung und der Transport von Patient*innen, sondern auch der Umgang mit Funkgeräten, die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und Behörden, die Einsatzdokumentation und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft vom Rettungsmittel.

Regelmäßige Praxisbegleitungen, an denen Dich die Lehrenden Deiner Schule auf der Rettungswache besuchen, aber auch Ausflüge und Exkursionen werden Deine Zeit auf der Rettungswache ebenso prägen. Hier hast Du die Möglichkeit Dich abseits des Wachenalltags mit den Auszubildenden aller Lehrjahre auszutauschen und sie besser kennenzulernen.

Dich als Auszubildende*r erwartet auf den Rettungswachen modernste Medizintechnik und Ausrüstung sowie neueste Ausbildungstechnik.

Neben den Rettungswachen- und Klinikpraktika erhältst Du auch Einblicke in die Arbeit der Leitstelle, der Polizei sowie der Feuerwehr.

Auf Stationen wie zum Beispiel der Intensivstation, der Kinderstation, der Rettungsstelle sowie in Bereichen der Anästhesie und des OPs, erfährst Du während Deiner Praktikumszeit wie die klinische Therapie und somit der weitere Werdegang Deiner Patient*innen im Krankenhaus verlaufen kann.

Außerdem erlernst Du wichtige Skills wie z.B. das Legen von intravenösen Zugängen oder das erweiterte Atemwegsmanagement.

Des Weiteren findet ein Praktikum im psychiatrischen Bereich statt, in welchem Du den Umgang mit psychiatrischen Patient*innen erlernen kannst.

Wenn Du weiteres Interesse am Ablauf der Ausbildung und den Aufgaben des*r Notfallsanitäters*in haben solltest, stehen wir Dir gerne zur Verfügung.

Außerdem hast Du die Möglichkeit Dich in den entsprechenden Gesetzestexten der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV) und des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG) genauer zu informieren.

In der Ausbildung zum*r Notfallsanitäter*in wirst Du bei uns nach dem TVAöD vergütet. Zudem erwartet Dich bei erfolgreichem Bestehen der Ausbildung eine Abschlussprämie.

Bewerbung für eine Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter*in

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